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Die Queer_wuhl_ant:is wohnen ab jetzt in der Berliner Wuhlheide!

Die Queer_wuhl_ant:is wohnen ab jetzt in der Berliner Wuhlheide!

Wir haben genug! Von Bäumen, die abgeholzt werden, von lebensraumverlierenden Wesen, von Aphalt überall! Von einer Verkehrspolitik, bei der Autos im Mittelpunkt stehen!

Deswegen wohnen wir, eine queere, autonome Kleingruppe, ab heute mit in der Wuhlheide.

Die Klimakrise ist mittlerweile (fast) allen klar. Allerdings scheint es nicht so klar zu sein, dass wir konsequent handeln müssen, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Dies zeigt auch der Bau der TVO. Schon wieder wird ein neues Bauprojekt für Autos gestartet, obwohl wir dringend eine Verkehrswende brauchen um den Klimawandel noch aufzuhalten. Die TVO wird die Region nicht vom Autoverkehr und Lärm entlasten, sondern vielmehr weiteren Verkehr hervorrufen.

Doch damit nicht genug: Zusätzlich werden wieder einmal fast 15 Hektar des jetzt schon von Hitzewellen und Eichenprozessionsspinnern geplagten Waldes abgeholzt. Die Flächen versiegelt und zahlreiche bedrohte Tierarten wie Breitflügelfledermaus, großes Mausohr und der Steinschmätzer verlieren einen wichtigen Lebensraum. Diese manipulative Kommunikation der Politiker*innen macht uns richtig wütend! Es wird lediglich von “ein paar Bäumen” und “sogar einige alten Eichen bleiben stehen” gesprochen. Selbst die Senatsverwaltung sieht hohes Konfliktpotenzial mit dem Artenschutz dieser Tierarten, hält aber weiter an den Plänen fest. Das Bauprojekt der TVO zeigt wieder einmal, dass der Regierung die Förderung der Autoindustrie wichtiger ist als der Schutz von Menschen, Klima und Umwelt.
Was heißt das denn? Dass ein paar Bäume abgeholzt werden? Dort, wo derzeit auf einem Wall Schienen lang gehen, auf dem hier und da ein Zug lang fährt, und ansonsten relative Ruhe herrscht, soll dann eine Schnellstraße lang führen. Diese bringt Dauerlärm, Lichtverschmutzung und Abgase mit sich. Tiere, die genau so wie wir Menschen geräusch empfindlich sind, sich aber nicht mit Schallschutzfenstern und Mauern schützen können, bekommen dann ungefiltert den Lärm von jedem einzelnen Auto mit, das da lang fährt. Bei Nacht strahlt unaufhörlich Scheinwerferlicht durch den angrenzenden Wald. Nachtaktive Tiere werden in ihrer Orientierung gestört, tagaktive Tiere beim Schlaf oder dem Empfinden wann eigentlich Nacht wird. Über die Abgase.. müssen wir da wirklich etwas zu schreiben? Was bei uns Menschen Krebs und andere tötliche Krankheiten hervorruft, wer glaubt da bitte, dass nicht menschliche Wesen davon nicht betroffen sein könnten? Jedes Tier, dass erstmal nicht direkt betroffen wirkt, ist es am Ende doch. Insekten sterben massenweise an Straßen, weil sie nachts vom Licht der Autos angezogen werden. Dadurch finden dann Fledermäuse nichts mehr zu essen. Diese sind ohnehin schon bedroht, weil der Mensch ihnen in allen Lebensbereichen zugesetzt hat. .. diese Auflistung lässt sich endlos fortsetzen. Insbesondere Stadtwälder sind ein fragiles Ökosystem, von verschiedenen städtischen Dingen gestresst und eingeengt, dort weiter abholzen bedeutet das Sterben vieler Tiere. Manche Tiere sterben, weil eben der Baum abgehackt wurde, auf dem sie sich befanden, andere können fliehen, finden dann aber nicht genug zu essen oder sterben bei Reviertreitigkeiten.
Beispiel: Wenn wir mit 50 Menschen in 25 Wohnungen wohnen, können wir auch nicht einfach ein Teil der Wohnungen weg genommen bekommen und alle Menschen die keine Wohnung mehr haben, werden zu den übrig gebliebenen dazu geschoben oder im Flur sitzen gelassen. Es gibt nicht mehr Essen und Möbel/ Zimmeraufteilung.. da is dann eben Sache der Menschen! Sind doch nur n paar Wohnungen! Es bleiben sogar welche stehen!
Derzeit versuchen Autofanatiker*innen, den Bau der TVO voran zu treiben, während sich außerdem Protest oranisiert. Es gibt Menschen, die wollen, dass das Planungsfeststellungsverfahren bald beginnt. In diesem sollen dann menschliche und nicht menschliche Wesen sowie kapitistische Gründe gegeneinander abgewogen werden.
Wir wollen nicht, dass Anwohn*is weiterhin von Autolärm und Gestank terrorisiert werden! Auch wir sind Teil dieser Stadt, wir atmen die gleichen Abgase ein, sehen kranke Bäume und vertrocknete Bäume und fürchten uns vor der Zukunft. Sich Ruhe wünschen und eine Wuhlheide, die nicht verkleinert wird, sind keine gegensätzlichen Wünsche.
Statt einer rückwärtsgewandten Verkehrspolitik fordern wir einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.
Das Geld, das für dieses Bauvorhaben gebraucht wird, kann auch in sinnvolle Dinge wie einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr gesteckt werden!
Wir fordern kostenlose, klimagerechte Mobilität für alle statt den Ausbau der klimaschädlichen, zerstörerischen Autoinfrastruktur für einzelne Mehrverdienende.
Da menschliche Wesen ja zumindest etwas mehr gehört werden als die nicht-menschlichen Wesen, sind wir ab heute auch in der Wuhlheide anzutreffen.

Wald statt Asphalt!

SMASH THE CIS-TEM!



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