Solidaritätsaufruf mit den Zapatista nach verbrannter Kaffeernte

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Die Zapatista brauchen deine Solidarität, nachdem gezielte Angriffe von regierungsnahen Paramilitärs einen Großteil der diesjährigen Kaffeeernte zerstört haben.

Am 22. August 2020 plünderte und verbrannte die paramilitärische Organisation ORCAO zwei zapatistische Kaffeelagerhäuser in Cuxuljá, Chiapas. Dies ist der jüngste in einer sich beschleunigenden Serie von Angriffen auf das zapatistische Projekt seit dem Amtsantritt der derzeitigen Regierung von Andrés Manuel López Obrador (AMLO).

Viele von euch werden sich daran erinnern, dass im Jahr 2017, als Trump sein Amt antrat, die Zapatista vier Tonnen ihrer Kaffeeernte an Migrant:innen und andere kämpferische Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten schickten, um sie zu organisieren. Jetzt müssen wir unsere eigene Kaffeesolidaritätsanstrengung organisieren – nicht nur, um die Kosten der verlorenen Ernte zu decken, sondern um zu zeigen, dass es eine weit verbreitete Solidarität mit dem zapatistischen Projekt gibt.

Die Zapatista waren eine der wenigen Stimmen, die die angeblich „progressive“ Regierung von AMLO angeprangert haben, weil sie die sozial und ökologisch zerstörerischen kapitalistischen Megaprojekte der vorherigen Verwaltungen verdoppelt haben. Diese Politik hat Hunderttausende ihres Landes und ihrer Ressourcen enteignet und indigene und andere Gemeinschaften, die sich solchen Projekten widersetzen, zur Zielscheibe staatlicher und paramilitärischer Repression gemacht. Es ist wichtig zu erwähnen, dass einer der Hauptinvestoren dieser Megaprojekte die weltgrößte Finanzfirma BlackRock ist.

Unterstützt das zapatistische Projekt, ein Projekt, das nicht nur einen Horizont der würdigen Selbstorganisation geschaffen hat, der uns alle inspiriert hat, sondern auch eine tiefe und weitreichende Solidarität mit unseren eigenen Kämpfen gezeigt hat. Solidarität bedeutet, aus dem Wissen heraus zu handeln, dass im Angesicht von Zerstörung und Enteignung unsere beste Ressource der andere ist!

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2 Gedanken zu „Solidaritätsaufruf mit den Zapatista nach verbrannter Kaffeernte

  • 25. September 2020 um 19:07
    Permalink

    Was schließen wir daraus, wenn nach einer abgebrannten Kaffeernte finanzielle Unterstützung, verklärt als „Solidarität“, erforderlich ist? Richtig, wir haben es mit einem kapitalistischen Scheißverein zu tun, dem es in erster Linie um Profite geht, ebenso wie eben darum die eigenen (para)staatlichen Strukturen zu stärken.

    Peinlich, was einer heute alles als Solidarität verkauft wird!

    Antwort
    • 25. September 2020 um 21:13
      Permalink

      Stell dir vor – wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft und der Kapitalismus wird auch so schnell nicht weichen.
      Die Wirtschaft der Zapatista ist zwischen Kollektivismus und Mutualismus eingeordnet, doch um zu überleben müssen auch sie mit dem internationalen kapitalistischen Markt agieren. Kann man verurteilen, oder man kann sich auch die Frage stellen warum das überhaupt nötig ist.

      Antwort

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