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Black Lavenders Lyrik-Ecke Woche 43

unhaltbarkeitsvermerk

ein morgen wie eine lesung und tastend
die stimme der poetin
als prüfte sie neu
die worte auf ihre haltbarkeit
und ob
sie ihre versprechen tragen können

ich höre auf klang und farbe der rede
als glaubte ich dem gesprochenen
schon lange nicht mehr

nicht
was sie sagt
sondern wie
als hinge mein leben daran
tastend durch einen tag

***

heiße jugendliebe

des gefreiten knochenhand
umkrallt
des feldwebels hals noch
blankgeputzte gerippe
im boden
rülpsen würmer

tauben scheissen generälen
aus stein auf die köpfe
das vaterland prosperiert
zum entzücken
der alten
die jugend
mit stolz patriotisch

und schlammgrau wieder
das schick von morgen

***

nächtlicher friedhof

er scheut nicht meine träume
furchtlos geht er durch mich
und schreckt sich nicht
vor all meinen gedanken

und immer hält er an dem einen grab
mein name steht darauf

wie freundlich
denke ich
schenkt er mir eine gegenwart
in meiner zukunftslosigkeit

***

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Gedichtband: »ich rede nicht von auferstehung« — gedichte aus einem weiteren jahr in der inneren irritation – sind sie immer noch die standhafte weigerung, im zynismus zu versinken. sie sind ein blick auf die welt und wie eine irrlichternde hoffnung für alles offengebliebene. die gedichte sind ein spiel mit den dingen – wie das spiel des kindes – unschuld, vergessen und neubeginnen. vielleicht sogar ein ja-sagen. weltflüchtig// sinnlich// unvernünftig

Black Lavender
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Von Black Lavender

black lavendel - christliche anarchistin - schreibt, um nicht zu verzweifeln oder zynisch zu werden - wohnt in ihrem fernweh nach einer anderen welt, in der wir weder uns noch andere ausbeuten - antinational - vegan - queer - verliebt. motto: lyrik ist die fortsetzung der verzweiflung mit anderen mitteln