Griechenland: Aktion und Angriff in Solidarität mit anarchistischen Gefangenen

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Via Act for Freedom Now

Technologie war schon immer ein starker Verbündeter der Herrschaft. Heute könnte man jedoch sagen, dass sie eine ihrer wichtigsten Waffen ist. So hat die Technologie jeden Winkel unseres täglichen Lebens überflutet. „Smart Phones“, „Smart Watches“, „Smart Homes“, sogar „Smart Cities“. Alles bereit und arrangiert für unsere Bequemlichkeit. Hinter dieser scheinbaren Bequemlichkeit, die uns gegeben wurde, steckt ein riesiges Geschäft. Eine massive Sammlung von Informationen über jede einzelne Person. Die Mobilfunkunternehmen haben in dieser Situation eindeutig ihren Ehrenplatz. Stets bereit, Gespräche, Nachrichten und alle anderen Informationen, die sie haben, auszuhändigen, haben sie ihre gute Zusammenarbeit mit den Institutionen der Macht schon viele Male bewiesen.

Eine dieser Zeiten war die dystopische Periode 2020-2021. Bei der ersten Warnung vor „Massenverhaftungen“ beeilten sich diese Unternehmen, die Menschen mit Paketen von Angeboten zu trösten, um die bittere Pille einer jeden Person zu versüßen, die um jeden Preis zu Hause bleiben musste. Dennoch waren und sind sie eines der grundlegendsten Mittel der sozialen Kontrolle, da Bewegung hauptsächlich per SMS erlaubt ist, während der Katastrophenschutz jederzeit die Möglichkeit hat, Nachrichten zu verschicken, mit lächerlichem Sirenengeheul.

Jenseits dieses sozialen Kontextes und der Pandemie-Situation wissen wir sehr wohl, dass diese Unternehmen die „gewünschten“ Informationen an die Bullen liefern, wenn sie neue Klagen einreichen und neue Runden der Strafverfolgung eröffnen wollen. Das Abhören von Telefongesprächen, die Überwachung von Menschen durch Handyspots, waren schon oft Elemente von Anklagen gegen Kämpfende, zugeschnitten und genäht auf die Vorlieben der Staatssicherheit. In jeder Ecke der Welt hat diese Zusammenarbeit der aktuellen Macht geholfen, ihre Feind_innen ausfindig zu machen, sie einzusperren und zu versuchen, sie auf jede Weise zu vernichten. Unser Hass auf diese verrottete Welt reißt eure Grenzen ein, reißt eure Antennen ab und hinterlässt nur Rauch, der unsere Solidaritätssignale sendet. Deshalb zündeten wir am Sonntag, den 25. April, ein Auto von COSMOTE (Telekommunikationsunternehmen) in Triandria an.

Wir widmen die Aktion den Gefährt_innen Monica, Marcelo, Joaquin, Juan, Pablo, Jose, Tomas, Gonzalo, die am 22. März in den höllischen Gefängnissen Chiles einen Hungerstreik begonnen haben mit den Forderungen:

Die Aufhebung des Artikels 9 und die Wiederherstellung des Artikels 1 des Dekrets 321, der die „bedingte Freilassung (bedingte Entlassung eines Gefangenen)“ regelt und das Recht in ein Privileg verwandelt.

Die Freilassung des Gefährten Marcelo, der seit mehr als 25 Jahren wegen Aktionen gegen Staat und Kapital inhaftiert ist.

Das Ende der Untersuchungshaft der Angeklagten für Aktionen im Rahmen des Aufstandes, die bis zur Verurteilung andauert.

Die Ablehnung der Verurteilungen für Marcelo und Juan, die auf Folter basierten, ohne dass sie das Recht hatten, sich zu verteidigen.

Wir sehen, dass der Feind weltweit seine Mittel immer weiter ausbaut, um Einzelpersonen ins Visier zu nehmen und zu unterdrücken. Lasst uns also nicht den Rücken kehren und denken, dass es weit weg von unserer eigenen Realität ist. Organisieren wir uns also, bewaffnen wir unsere Gedanken und Wünsche, damit wir zu dieser gefährlichen Flamme werden, die irgendwann von denen, die auf jede Weise versuchen, sie zu löschen, gefürchtet wird.

FÜR ANARCHIE

SOLIDARITÄT MIT DEN OBEN GENANNTEN GEFÄHRT_INNEN IN CHILE

FEUER FÜR DIE STAATLICHEN ZELLEN

WIR VERGESSEN NICHT EMILIA, DIE VON EINEM WACHMANN GETÖTET WURDE

FREIHEIT FÜR VANGELIS STATHOPOULOS

Arsonist Troublemakers groups

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