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Bristol, UK: Aktion gegen Gefängnisbauer Kier

Via Act for Freedom now

Diese Woche nahmen wir die Büros von Kier in Bristol ins Visier, einer Firma, die Hand in Hand mit dem Staat vom Elend und Leid anderer profitiert.
Es war einfach und machte Spaß, als wir Farbe und Botschaften an die Wände sprühten und die Fenster des Gebäudes einschlugen, um zu zeigen, woher ein Teil ihrer Profite kommt.

Gefängnisse:
Kier hat in den letzten 14 Jahren mit dem Ministerium für „Gerechtigkeit“ gearbeitet. Sie haben an dem Mega-Gefängnis in den Midlands, HMP Oakwood und dem neuen Mega-Gefängnis in Wellingborough gearbeitet. Die Bedingungen innerhalb dieser Einrichtungen können als nichts weniger als Folter beschrieben werden. Kier materialisiert buchstäblich physisches und psychologisches Trauma.

Tierversuche:
Im Einklang mit ihrer Leidenschaft für Leiden und Gefangenschaft haben sie den Bau von Laboren beaufsichtigt, in denen auch eine Reihe von anderen Spezies verstümmelt und eingesperrt werden. Dazu gehören Labore für Public Health England, die Universität von Cambridge und kürzlich ein 50 Millionen Pfund teures Projekt für das Pirbright Institut, in denen Schweine, Schafe, Ziegen, Kühe, Geflügel, Kaninchen, Meerschweinchen und Mäuse gequält und verstümmelt werden.

HS2 (High Speed 2, eine geplante Eisenbahnschnellfahrstrecke):
Kier ist auch in einer gemeinsamen Vereinbarung mit Genie Civil, um HS2 zu bauen. HS2 wird nicht nur Gemeinschaften im ganzen Land zerstören und ruinieren, sondern auch hunderte unersetzliche Lebensräume und uralte Wälder zerreißen, alles für den stetig fortschreitenden Ansturm des Kapitalismus. Wir möchten unsere Unterstützung und Solidarität an all diejenigen weitergeben, die sich in dieser Zeit im ganzen Land gegen HS2 engagieren.

Krieg:
Kier ist ein wesentlicher Bestandteil der militärischen Infrastruktur Großbritanniens. Sie arbeiten mit dem Verteidigungsministerium an Marinestützpunkten, Flugplätzen, Einrichtungen zur Unterstützung der Landstreitkräfte sowie an Labor- und Forschungseinrichtungen.

Arbeitnehmerrechte:
Kier wurde mehrerer Sicherheitsverstöße für schuldig befunden, die zu Todesfällen und schweren Verletzungen von Arbeiter_innen führten. Kier war Gründungsmitglied der Consulting Association, die über 3000 Arbeiter_innen überwacht, wobei Hunderte wegen gewerkschaftlicher Organisierung mit Arbeitsverbot belegt wurden.

Die Liste geht weiter und weiter. Die Kier Group ist ein gigantisches Bauunternehmen mit Niederlassungen weltweit, das in mehreren Sektoren arbeitet (darunter mehrere Atomkraftwerke und die Luftfahrtindustrie). Für weitere Informationen besuche bitte corporatewatch.org.

Wir erkennen dies als einen kleinen symbolischen Akt an, wenn man es mit den relativ unendlichen Ressourcen vergleicht, die Kier zur Verfügung stehen und dem relativen Schaden, den sie dem Leben vieler Menschen zufügen. Durch ihre Handlungen haben sie es verdient, dass alle ihre Grundstücke dem Erdboden gleichgemacht werden, aber mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, fühlten wir, dass das Beste, was wir tun können, ist, dabei zu helfen, diese Firma als das zu zeigen, was sie wirklich ist, so dass diejenigen, die vorbeigehen, nicht noch ein weiteres harmloses Backsteingebäude in einer ansonsten friedlichen Wohngegend sehen.

Wir hoffen, dass die Mitarbeiter_innen von Kier ihre Rolle in einer Institution hinterfragen, die auf Tod und Leid basiert. Wir hoffen, dass wir die Menschen in dieser Zeit des lokalen und nationalen Widerstands gegen die Police, Crime and Sentencing Bill inspirieren können, ein größeres Bild zu sehen, zu erkennen, wie repressive Institutionen sich überschneiden und voneinander abhängen.

Wir hoffen auch, in dieser Zeit des erhöhten ideologischen und dogmatischen Pazifismus die Vielfalt der Kampfmittel zu erweitern. Wir versuchen nicht zu diktieren, was die Menschen tun, um ihren Beitrag zu leisten, wir unterstützen mit allen Mitteln den Widerstand gegen die willkürliche Autorität von zerstörerischen Unternehmen wie Kier und der Justiz, mit der sie ein Bett teilen. Wenn wir keines dieser Ziele erreichen, haben wir zumindest unsere Kompliz_innenschaft gestärkt, unseren Erfahrungsschatz erweitert, unser Selbstvertrauen gestärkt und Freude daran gefunden, die Passivität des Zuschauens solcher Zerstörung zu verweigern, ohne unsere Wut und Frustration auszuleben.

Genauso wie repressive Gesetze nicht ohne Widerstand verabschiedet werden sollten, sollte es nicht sein, dass solche Unternehmen kampflos agieren können.