[Patriarchat und Geschlechteridentitäten Teil 3] Negativität als Waffe: In Richtung des queersten aller Angriffe

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Ein sehr häufiger Fallstrick bei der Verneinung von Geschlecht, die auf einer theoretischen Ebene häufig rezipiert, auf einer praktischen Ebene jedoch durch bestimmte Politiken konterkariert wird, ist die Einrichtung von sogenannten Safe-Spaces. Das an sich sehr gut verständliche Bedürfnis Räume schaffen zu wollen, in denen man sich frei von Anfeindungen, Übergriffen und vergeschlechtlichter Gewalt bewegen kann, führt häufig dazu, dass entsprechende Räume entlang der Linien von Geschlechteridentitäten poliziert werden. Nicht nur werden beinahe ausnahmslos cis-männliche Identitäten aus diesen ausgeschlossen, sondern je nach Raum kommt es immer wieder auch zum Ausschluss von trans Identitäten, dazu, dass irgendwelche Gatekeeper*innen bestimmen, wer nun den zulässigen Geschlechteridentitäten entspricht und wer nicht, usw. Das alles resultiert meines Erachtens aus einer Tradition der positiven Besetzung bestimmter Geschlechteridentitäten. Als unterdrückt geltende Geschlechteridentitäten müssen sich dieser Logik gemäß vor unterdrückenden Identitäten schützen. Nicht nur, dass der letztliche Vorwurf eines typischen Safe-Spaces, in dem cis-männliche Identitäten ausgeschlossen werden, lautet, es bei Vertretern dieser Identität mit potenziellen Vergewaltigern, Übergriffigen oder Unterdrückern zu tun zu haben, vielmehr zeigt sich in der polizierung entlang der Grenzen dieser Geschlechteridentitäten, dass hier ein Konstrukt zur Anwendung kommt, das aus Identitäten Hierarchien konstruiert. Aus einer Vermeintlichen Umkehrung des patriarchalen Unterdrückungsverhältnisses entsteht sehr schnell ein Kampf darum, wessen Identität am meisten unterdrückt ist und folglich auch am meisten Recht darauf hat, gehört zu werden. Das führt schnell zum Ausschluss weiterer Personen, je nachdem wer sich innerhalb des Safe-Spaces eben durchzusetzen vermag, etwa trans Personen, weil sie sich angeblich den Zugang zu weiblichen Räumen erschleichen wollen würden oder umgekehrt cis Personen, weil sie durch ihr Cissein trans Personen marginalisieren. Bei all dem Streit um die am meisten marginalisierte Geschlechteridentität geht verloren, dass es doch letztlich auf das Individuum ankommt. Wie an einer anderen Stelle geschrieben wurde, kann „Mein*e sichere*r Liebhaber*in […] dein*e geheime*r Missbraucher*in sein.“ Und umgekehrt ebenso. Einer solchen Analyse folgend jedoch, muss man sich eingesetehen, dass die Polizierung von Safe-Spaces entlang der Linien von Geschlecht keineswegs irgendeine Art von Schutz bieten. Folglich dienen sie einem anderen Zweck. Dem, sich kraft der eigenen Identität Autorität zu verschaffen. Und so verständlich das in dem ein oder anderen Fall auch sein mag, so wenig scheint mir das ein Schritt in Richtung Befreiung und Zerstörung von Geschlecht zu sein. Nachdem die Autor*in des Textes „Gender Nihilism: An Anti-Mainfesto“ diesen Text revidierte und in eine „kommunistische“ Politik der Befreiung, die wiederum auf eine solche Reaffirmation von Identitäten abzielte, verwandeln wollte, entstand der folgende Text als Antwort auf diesen Rückzieher.


Teil 1: Das Patriarchat verstehen
Teil 2: Gender Nihilismus – Ein Anti-Manifest
Teil 3: Negativität als Waffe: In Richtung des queersten aller Angriffe
Teil 4: Jenseits einer weiteren Geschlechteridentität
Teil 5: Sicherheit ist eine Illusion
Teil 6: Was ist Anarchafeminismus?


Negativität als Waffe: In Richtung des queersten aller Angriffe

Eine Antwort auf „Beyond Negativity: What Comes after Gender Nihilism?“

„Wir sind Radikale, die genug von den Versuchen haben, Gender zu retten. Wir glauben nicht, dass wir es für uns nutzen können. Wir betrachten die Transmisogynie, die wir in unseren eigenen Leben erfahren haben, die vergeschlechtlichte Gewalt, die sowohl unsere trans, als auch cis Genoss:innen erfahren haben und wir begreifen, dass der Apparat selbst diese Gewalt zwangsläufig mit sich bringt. Wir haben genug davon.

Wir wollen kein besseres System schaffen, da wir kein Interesse an positiver Politik haben. Alles, was wir gegenwärtig fordern, ist ein schonungsloser Angriff auf Gender und dessen soziale Bedeutungsweisen und Verständnis.“

Der Essay GenderNihilismus: Ein Anti-Manifest war ein explosiver Widerhall meiner eigenen Erfahrung mit „Gender“ und „Nihilismus“. Als eine queere Person, die weder den Wunsch verspürt, als queere Person anerkannt zu werden noch sich gesellschaftlich zu assimilieren, fasste das obere Zitat eine Position purer Verneinung zusammen, mit der ich aufregende Affinität verspürte.

Ich wollte diesen Essay nicht als Kritik, sondern als Lob an GenderNihilismus schreiben, und als persönliche Antwort auf einige Fragen, die in Beyond Negativity: What comes after Gender Nihilism? gestellt werden. In diesem Essay skizziere ich einige Zitate aus diesem Werk und antworte mit meiner eigenen gendernihilistischen Perspektive.

„Als solches bleiben wir mit der Notwendigkeit Gender abzuschaffen zurück, der Notwendigkeit reformistische Projekte zurückzudrängen, die lediglich danach suchen die Vorstellung von Gender zu erweitern. Was zu erschaffen bleibt, ist die Einrichtung eines Pfads nach vorne.“

Ich denke es ist wichtig anzuerkennen, dass viele Individuen ihren eigenen Pfad der queeren Verneinung gegenüber der Gesellschaft und deren Assimilationsprojekte einschlagen werden. Für mich persönlich bedeutet ein Pfad nach vorne einen bewaffneten queeren Nihilismus, wild und furchtbar, gegen die soziale Standardisierung von Gender und die industrielle Kontrolle [industrial control]. Das beinhaltet, wenn es auch nicht darauf beschränkt ist, einen individualisierten Pfad der Zerstörung, der die internalisierte Herrschaft [governance] und die internalisierten Rollen ins Visier nimmt, die eine zugewiesene vergeschlechtlichte Identität ausmachen. Die Personalisierung dieser Herrschaft [governance], die die Rolle und das Verhalten der zugewiesenen Identität diktiert, gibt die formlose Wildheit der Individualität der Isolationshaft der Politik preis. Auf dem Weg in Richtung der Abschaffung von Gender und gegen reformistische Projekte, beschränkt sich mein anarchistischer Krieg nicht auf die Grenzen der Politik. Stattdessen umfasst er eine queere, nihilistische, lebenslange Erfahrung des Widerstands gegen die Herrschaft durch Gender oder andere soziale Konstrukte, die dazu dienen individuelle Einzigartigkeit zu unterwerfen und davon zu entmutigen. Über die Grenzen der Theorie hinaus umfasst das auch den klandestinen Angriff auf materielle Ausprägungen der Gesellschaft, welcher die Domestizierung durch Recht und Gesetz verneint.

„Nur realer, konkreter und organisierter Kampf kann uns voranbringen. Simple Verneinung, sinnlose Gewalt oder das Festhalten an Unverständlichkeiten kann nicht genug sein. Kurz, wir müssen uns über Negativität hinausbewegen. Das Projekt, dem wir uns jetzt widmen müssen, ist es, ausreichend über die Gewalt von Gender, die Wichtigkeit es abzuschaffen und die Strategien, um diese Abschaffung materiell zu erreichen, aufzuklären. Nur dann werden wir die Fähigkeit haben, nicht nur diese Abschaffung zu erwirken, sondern auch die Welt zu verändern.“

Ich glaube, dass realer, konkreter und organisierter Kampf am stärksten ist, wenn er auf individueller Ebene organisiert wird. Da es im Alltag das Individuum ist, das den Überlebenskampf in diesem vergeschlechtlichten Alptraum führt, ist niemand anders als das Individuum am meisten dazu qualifiziert, diese Revolte materiell zu verwirklichen. Vergeschlechtlichte Gewalt äußert sich bei jedem Individuum auf einzigartige Weise, welches eine Geschichte an Kämpfen dagegen ansammelt. Identitätsbasierte Bewegungen oder Organisationen zu küren, um diese individuellen Erfahrungen zu repräsentieren, verflacht oft die Unterschiede zwischen Individuen und errichtet ein falsches Gefühl der Einheit. Das führt oft dazu, dass mensch sich mit einer Identität identifiziert, die über die Legitimität der eigenen Erfahrung bestimmt, anstatt dass sich die Erfahrung als individuell einzigartig legitimiert. Dieser Punkt wurde wortgewandt von Lena Kafka in Destroy Gender1 auf den Punkt gebracht:

„Meine persönlichen Erfahrungen mit vergeschlechtlichter Gewalt werden nur dann ernst genommen, wenn ich mich als trans Frau oute. Unsere Theorien sollten davon ausgehen, wie wir vergeschlechtlichte Gewalt in unserem Alltag erfahren haben und nicht von Identität. Unsere Beziehungen zueinander sollten auf unseren Affinitäten und Ähnlichkeiten zueinander basieren, anstatt auf Kleinster-gemeinsamer-Nenner-Politik. Alltag ist viel zu kompliziert, als dass er auf zwei Kategorien reduziert werden kann.“

Aus meiner individualistischen Perspektive ist Nihilismus so viel mehr als nur Pessimismus, Verneinung und Gewalt; er ist die Personifizierung der Anarchie, die Rückeroberung von Individualität und die Willkommenheißung unbändiger Einzigartigkeit. Queere Negativität ist die Feindschaft gegen sozial konstruierten Erwartungen, gegen jene, die diese durchsetzen, und ist folglich die Emanzipation des eigenen, undefinierbaren „Selbsts“ von Geschlechterkonformität. Dies beinhaltet die Enteignung von Gewalt und das totale Aufgeben der Opferrolle. Queerer Nihilismus materialisiert sich als Kriegserklärung an die Gesellschaft. Für jede Möglichkeit eines sexuellen Übergriffs gibt es eine Klinge, die zur Selbstverteidigung geschärft wird. Gefährliche Orte [dangerous spaces] werden personifiziert und ersetzen die positive Politik von Sicherheit2. Bewaffnete Queers schlagen nicht nur Wellen; sie sind Tsunamis gegen die Logik der Unterwerfung.

„Das bedeutet zu erkennen, dass diese Dinge nur durch eine kommunistische Politik überwunden werden können, die in Richtung Zukunft orientiert ist. Gib den Nihilismus auf, gib die Hoffnungslosigkeit auf, fordere und errichte eine bessere Welt.“

Meine Queerness ist ein Experiment, das nie endet. Sie ist die Totalität eines Lebens, das gegen das Gesetz gelebt wird, ununterworfen und wild. Sie ist keine kommunistische Politik, sondern eine nihilistische Verneinung aller Systeme, die versuchen, die Individualität zu unterwerfen. Sie ist keine linke Politik, eine „bessere Welt zu fordern und zu errichten“, sondern ein anarchistisches Aufbegehren, Tag für Tag mein Leben zurückzuerobern und dessen Fänger anzuzünden. Da Gender in jede Faser dieser industriellen, zivilisierten Gesellschaft verwoben ist, sehe ich keine Hoffnung darin, auch nur irgendeinen Teil davon zu retten – nur Freude in jeder Sekunde ihres kalkulierten Todes.

„Ich finde es bezeichned, dass ich als die Stimme des Gender-Nihilismus dargestellt werde, wenn zwei der anderen Personen, die am meisten dazu beigesteuert haben, indigene trans Frauen sind. Ihre Stimmen zählen in dieser Debatte mehr als meine, trotzdem haben Leute komplett und hartnäckig meine Stimme und meine Perspektive in den Mittelpunkt gerückt. Das ist schädlich.“

Die Gesellschaft und diejenigen, die diese gerne aufrechterhalten würden, brauchen Identitätspolitik, um Leute anhand sozial zugewiesener Konstrukte zu kategorisieren. Identitätspolitik ist dort, wo das individuelle Experimentieren zum Sterben hingeht. Wie wenn man die Ziegel der Mauer studiert anstatt sich hinter die Mauer selbst zu wagen, propagiert Identitätspolitik, wie jede Politik, den Tod der fantasievollen Erkundung. Politik bedeutet die Verschreibung fixer ideologischer Rezepte fürs Leben an „die Massen“, die behandelt werden, als wären sie unfähig, als Individuen zu denken und zu handeln.

In der Sphäre akademischer Anerkennung legt Identitätspolitik das allgemeine Narrativ [popular narrative] vorher fest, indem sie die Hierarchie umkehrt; diejenigen, die der marginalisierten Kategorie angehören, werden zur dominierenden Gruppe, denen dann ein Freifahrtschein ausgestellt wird, die Erfahrungen derjenigen für belanglos zu erklären, die sie der entgegengesetzten Gruppe zuweisen. Doch diese hierarchische Umkehrung greift Hierarchie an sich nicht an – sie reformiert diese nur in dem Versuch, eine Macht zu kreieren, die sich als Gleichheit verkleidet. Diese Macht, aus sozialem Kapital bestehend, wird dann als die Macht benutzt, um andere straffrei lächerlich zu machen, zu zwingen und zu beherrschen.

Egal wer ein einzelnes Individuum als die Stimme von etwas so weit Verbreitetem wie Gender-Nihilismus darstellt, ist jemand, die*der die Welt mithilfe von Lehrbuchdefinitionen interpretiert anstatt durch die organische Fluidität freier Gedanken und sozialer Interaktion. Er*sie löscht schlichtweg alle Individuen aus, die Gender-Nihilismus bereits entdeckt und gelebt haben, jedoch nicht die akademische Sprache oder den Status hatten, um im Mainstream Glauben geschenkt zu bekommen und anerkannt zu werden.

Alyson’s Erfahrungen sind nicht unbedeutend im Vergleich zu meinen, nur weil ich eine Person of Color bin. Ihre*seine Erfahrungen sind einzigartig zu meinen und deutlich komplexer als die übervereinfachende Vermessung sozialer Konstrukte und jedwede theoretische Analyse von Identität und Privileg. Und es ist die Einzigartigkeit der individuellen Erfahrung, die in den homogenisierenden Ansätzen der Identitätspolitik verloren geht . Meiner Meinung nach ist das Schädliche hier die These, dass Stimmen, die bestimmten Individuen gehören, mehr zählen als andere. Ironischerweise gibt es Ungleichheit bei dem Streben nach „Gleichheit“ und der gemeinsame Nenner ist immer das soziale Konstrukt, in der einen oder anderen Form.

„Was vielmehr nach Gender-Nihilismus kommt, muss ein materialistischer Kampf gegen das Patriarchat, weiße Vorherrschaft [white supremacy] und Kapitalismus sein, der die komplexen Wechselbeziehungen zwischen diesen Strukturen versteht und dafür sensibel ist, und der sich weigert einen dieser Aspekte zugunsten eines anderen herabzusetzen.“

Patriarchat, weiße Vorherrschaft und Kapitalismus haben jeweils ihre eigenen Identitätspolitiken. Jedes essenzialisiert eine Rolle und ein Verhalten, das sozial ihre Macht verstärkt. Zusätzlich zum physischen Angriff auf diese Institutionen ist es für mich wichtig, mein Selbst zurückzuerobern und mich von ihrer mentalen Gefangenschaft zu emanzipieren. Das bedeutet sich ihrer Sprache zu verweigern, um andere zu definieren, und anderen zu ermöglichen, sich selbst außerhalb der identitätsbasierten Vorannahmen zu definieren. Das bedeutet auch, dass jegliches positive Projekt, das versucht, Raum im Hof des Kapitalismus zu besetzen, die Integrität jeglicher Rebellion kompromittiert. Die Verwandlung von „queer“ in eine weitere starre soziale Identität durch den Kapitalismus und den Liberalismus ist eines von vielen Beispielen. Die positive Politik von queerer Identität legitimiert den Staat und glorifiziert einen zivilisierten Standard der Unterwerfung. Mithilfe einer internalisierten und oft zelebrierten Opferrolle wird „queer“ schnell eine weitere befriedete und durch den Kapitalismus geformte Identität.

Das ist der Grund dafür, dass meine Queerness kein positives Projekt ist. Ihre Bedeutung läuft der kollektivierten Unterwerfung unter den Kapitalismus wie auch unter die Linke zuwider. Queerer Nihilismus bedeutet, die Negativität gegen die befriedenden Effekte positiver Politik zu bewaffnen, die Intimität krimineller Affinität mit anderen zu erforschen und die Individualität mit der queersten Wildheit gegen die Domestizierung zu bewaffnen. Das Feuer in meinem Herzen brennt jedes vergeschlechtlichte Gefängnis nieder, dem ich zugeteilt wurde. Queer bedeutet Konfrontation: mein Verlangen nach Freiheit verkehrt mit meinem Hass gegenüber der Zivilisation. Was gedeiht, ist ein lebenslanger Tanz, der sich im queersten aller Angriffe auf das Kapital und die soziale Kontrolle materialisiert. Ich finde mich selbst ins Chaos von blutigen Waffen, zerbrochenem Glas und schrillenden Alarmen getaucht. Mein Körper ist ein gefährlicher Ort [dangerous space] voller Liebe und Wut, der nicht von der Moralität der Gewaltfreiheit regiert wird. In Liebe und in Solidarität mit allen Wilden und all denjenigen, die queere Anarchie mit hysterischen Freudenschreien empfangen – reine Negativität gegen die zivilisierte Ordnung!

1Gender zerstören, auf Englisch zu finden unter https://itsgoingdown.org/destroy-gender/. (Anm. d. Übs.)

2In queerfeministischen Kontexten ist das Konzept des „safe space“ weit verbreitet. Der Anspruch des „safe space“ ist, marginalisierten Personen einen „Schutzraum“ vor Übergriffen zu schaffen (beispielsweise LGBT-only-Parties). Solch ein Konzept kann jedoch nur durch die Ausübung von Kontrolle umgesetzt werden (beispielsweise Einlasskontrollen, Awareness-Teams, Rausschmeißer*innen etc.). Außerdem wird dabei ein Opferkult bestärkt, der dem Individuum suggeriert, hilflos Übergriffen gegenüberzustehen und nur in solchen „safe spaces“ Schutz durch andere zu erfahren. Einerseits ist es allerdings eine Illusion irgendwo „sicher“ sein zu können, andererseits suggeriert es den einzelnen Individuen eigene Handlungsunfähigkeit. Um sich selbst zu ermächtigen und handlungsfähig zu werden (durchaus auch mit anderen), kam der Begriff des „dangerous space“ auf, als Konzept eines Raumes, der nicht „sicher“ für irgendwelche Leute, sondern „gefährlich“ für diejenigen ist, die Herrschaft über andere ausüben wollen.

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