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Streikwelle in Spanien

Im Dezember 2020 kam es in Spanien zu zahlreichen Arbeitskämpfen. Im Baskenland, in Bilbao, beendeten die Hafenarbeiter:innen ihren 57-tägigen Streik zu Beginn des Monats. Sie waren wegen der Untergrabung ihrer Ruhetage, des Abbaus der Belegschaft, der mangelnden Modernisierung der Maschinen und der geplanten Lohnkürzungen für ältere Arbeitnehmer:innen in den Streik getreten.

In der Region Asurias führten die Stahlarbeiter:innen von Daorje eine Woche lang täglich zweistündige Streiks gegen die Angriffe der Bosse auf ihre Arbeitsbedingungen durch. Daorje reagierte mit einer Aussperrung. Anderswo in Asturien streikten die Goldminenarbeiter:innen in Orovalle in den ersten beiden Tagen des neuen Jahres gegen den Bruch eines Tarifvertrages durch die Bosse. Sie planen, weitere Aktionen durchzuführen.

In Galicien setzen die Metallarbeiter:innen bei Alcoa ihren zweimonatigen Streik gegen Produktionsrückgänge und Massenentlassungen fort. Auf den Kanarischen Inseln streikten die Postangestellt:innen Ende Dezember gegen Entlassungen und den Abbau des Postdienstes. Anderswo in Spanien sind Postangestellt:innen in Almeria, Gijon, Guadalajara, Madrid und Murcia gegen Entlassungen und eine erhöhte Arbeitsbelastung aufgrund des Coronavirus auf die Straße gegangen.

In Ourense streikten die Busfahrer:innen im Januar gegen Lohnkürzungen. Straßenbahnarbeiter:innen in Zaragoza streiken ebenfalls wegen Lohnforderungen und Arbeitsbedingungen. In Barcelona streiken die Beschäftigten des Transportsystems am 11. Januar gegen Prekarität und befristete Verträge.

In Valencia streikten Arbeiter:innen in der Obstindustrie (beim Pflücken und Verpacken von Zitrusfrüchten) zwischen dem 14. und 20. Dezember.

In Andalusien streikten Radio- und Fernseharbeiter:innen Ende Dezember wegen Budgetkürzungen.

Nach dem angedrohten Streik der Repsol-Beschäftigten aufgrund der einseitigen Entscheidung des Managements, 16 Handelszentren in der Flüssiggas-Abteilung zu schließen, gab es einen faulen Kompromiss durch die Gewerkschaften, mit einer Vereinbarung, dass 3 Zentren offen bleiben, wobei alle Arbeiter:innen ihre Arbeitsplätze behalten, aber in einigen Fällen gezwungen sind, in andere Städte zu ziehen, um zu arbeiten.

Diese Arbeitsunruhen kommen zu einer Zeit, in der Elemente im Militär im Bündnis mit der rechtsradikalen Vox-Partei, die Verbindungen zur Trump-Regierung hat, die gemeinsame Regierung aus Sozialistischer Partei und Podemos bedrohen. Der pensionierte General Emilio Alaman hat ein Manifest herausgebracht, das von 750 anderen pensionierten Offizieren unterzeichnet wurde, darunter 70 weitere Generäle, und das eine versteckte Unterstützung für die gescheiterten Putschisten von 1981 enthält, die versuchten, eine frühere Regierung der Sozialistischen Partei zu stürzen.


Quelle: Anarchist Communist Group