Black Lavenders Lyrik-Ecke : Woche XXIV

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praça das flores II

die zeit hat sie vergessen
während ströme an menschen fließen
die noch alles sehen und kaufen müssen
sitzen sie im schatten zeitvergessener bäume
an kleinen tischen
bei einem bica und mit leidenschaft
spielen sie schach und vergessen die zeit.

ein weltreich ging ihnen verloren
der wind weht vom atlantik
riecht nach salz und fisch
und noch nach düften aus alten kolonien
doch ihr interesse gilt geschlagenen bauern
nicht toten soldaten oder
den glücksrittern auf dem weg ins vergessen


mein angesicht

wenn mein fernweh sich
in deine arme sehnt
und ich
in deinen gedanken
verloren gehe
hält heimweh still
und ich
kurz
nicht mehr auf der flucht
vor mir
und dem was sie
mein leben nennen

dann ist es
als könne etwas zugefallenes
zur reife kommen
noch
während ich mir
verloren gehe


zurück

ich stehe wieder im garten
laufe durch meine erinnerungen
viel glück habe ich hier geatmet
wo heute nur staub liegt

der kirschbaum ist verschwunden
wie auch die prinzessin
für die ich verliebt
so oft eine rose gepflückt habe

die last unserer erwartungen
wurde dem baum zu schwer
und meine prinzessin
ging sich im grau verloren

die rose kümmert es nicht
sie ist schön für sich
und ihr duft ist ein band
in das gestorbene gestern

dort wo der baum stand
in dessen geäst wir saßen
lasse ich ein paar gedanken liegen
und fahre froh nach hause
zu dir

Black Lavender
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Black Lavender

black lavendel - christliche anarchistin - schreibt, um nicht zu verzweifeln oder zynisch zu werden - wohnt in ihrem fernweh nach einer anderen welt, in der wir weder uns noch andere ausbeuten - antinational - vegan - queer - verliebt. motto: lyrik ist die fortsetzung der verzweiflung mit anderen mitteln

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